Biokraft Hennstedt/Dithmarschen GmbH & Co. KG

Hennstedt/Dithmarschen

Energieerzeugungsanlage, NawaRo-Biogasanlage 1,7 MW elektrisch, ORC-Prozess 1,5 MW elektrisch, Holzhackschnitzelheizwerk, insgesamt 9,8 MW thermisch, angeschlossene Tomatenproduktion 6 ha unter Glas, insgesamt 50 MA, 16 Mio. Euro Investitionsvolumen

„Leuchtturmprojekt“ im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms Schleswig-Holstein

Erarbeitung Sanierungskonzept nach IDW S6, Finanzierungsverhandlungen

Die Anlage litt zum Zeitpunkt der Beauftragung unter großen funktionalen Problemen. Die Biogasanlage lief mit weniger als 30% der Nennleistung, die Stromerzeugung im ORC-Prozess mit einer Behelfsturbine mit weniger als 20% der Nennleistung. Gleichzeitig musste die Hackschnitzelfeuerung in Betrieb gehalten werden, um die Tomatenproduktion aufrecht zu erhalten. Es bestanden erhebliche Probleme in der Bauabwicklung und Baufertigstellung, im technischen Konzept, geregelter Anlagenbetrieb lag nicht vor und daraus resultierten enorme Defizite im Betrieb. Hinzu kamen Auseinandersetzungen mit den beteiligten Generalunternehmern und dem Ingenieurbüro über die Fertigstellung und die Verantwortung für die aufgetretenen Probleme. Die Projektgesellschaft wurde getragen von rund 100 Gesellschaftern, überwiegend Landwirten aus der Region.

Nach einer intensiven Bestandsaufnahme haben wir ein Sanierungskonzept erarbeitet, welches unter anderem umfangreiche Maßnahmen zur Baufertigstellung und Mängelbeseitigung enthielt und einen erheblichen Nachfinanzierungsbedarf aufzeigte.

In intensiven Finanzierungsverhandlungen konnte die Nachfinanzierung und damit die Fortführung des Projektes erreicht werden. Wir wurden mit dem Management der Umsetzung beauftragt und zum Treuhänder der finanzierenden Banken für die bereitgestellte Nachfinanzierung bestellt.

 

Sanierungsmanagement, Umsetzung des Sanierungskonzeptes, Baumanagement und Baufertigstellung, Verhandlungsführung mit den beteiligten Generalunternehmern

Nach Verabschiedung des Sanierungskonzeptes wurden wir mit dem Baumanagement und der Umsetzung des Sanierungsplans beauftragt.

Neben der operativen Abwicklung der Ertüchtigung des Projektes, zu der spezialisierte und im technischen Troubleshooting erfahrene Experten hinzugezogen wurden, waren umfangreiche Beweissicherungen durchzuführen und intensive Vorkehrungen zu treffen, um die Ansprüche des Bauherrn zu sichern. Neben intensivem aktivem Claim-Management zur Verbesserung der Position des Bauherrn gegenüber den ausführenden Unternehmen wurde die gesamte Dokumentation des bisherigen Projektverlaufes aufgearbeitet und Verhandlungsgrundlagen für die Verhandlungen mit den Generalunternehmern geschaffen. Im Ergebnis konnten mehrere Millionen Euro Ersatzansprüche erfolgreich und außergerichtlich durchgesetzt und die Anlage einem geregelten Betrieb zugeführt werden.